24.PV-Stammtisch am 13.Oktober

Solarenergie - wie geht das? Und lohnt sich das heute überhaupt noch?“ – diese Fragen stellen sich immer mehr Bundesbürger.  Mittlerweile 1,6 Millionen Betreiber von Photovoltaikanlagen nutzen in Deutschland bereits saubere Sonnenenergie - das Gros der Solarstromerzeuger kommt aus Bayern! Seit der Jahrtausendwende informieren und motivieren die beiden PV-Pioniere Anton Schmailzl und Bernhard Hegenberger vom PV-Stammtisch interessierte Bürger von Solarkraftwerken. Beim 24.PV-Stammtisch am Freitag, 13. Oktober um 19.30 Uhr im Landgasthof „Zum Gaulwirt“ gibt es aktuelle Informationen zur Batteriespeichern und deren Nutzung.

Nahezu 500 Mitglieder im PV-Stammtisch

"Ist die Photovoltaik und die Eigennutzung von Solarstrom wirklich zu empfehlen?" - diese Frage bekommt Bernhard Hegenberger regelmäßig gestellt, sei es beim persönlichen Gespräch oder durch Anfragen auf der Website www.pv-stammtisch.de Die häufigste Frage lautet aber:  "Lohnen sich Batteriespeicher schon und wie stets mit dem Kosten?"  Ganz besonders freuen sich die Preisträger des "Bürgerenergiepreis 2016" wenn sie als Antwort ein klares JA sagen können. "Seit drei Jahren nutze ich selber einen Batteriespeicher und kann damit mehr als zwei Drittel unseres benötigten Stroms aus der Eigenerzeugung verbrauchen", freut sich der 55jahrige Familienvater. Seit 2001 betreut er zusammen mit dem Installateur und Burgführer Anton Schmailzl nahezu 500 Mitglieder im PV-Stammtisch. Das Gros der Mitglieder kommt aus der Region, allerdings sind auch viele PV-Betreiber aus ganz Bayern dabei! Kernstück der engagierten PV-️Betreiber ist die monatliche PV-Auswertung und den PV-Infobrief mit aktuellen Informationen rund um die Erneuerbaren Energien. "Dank dieser monatlichen Aufzeichnungen können Fehler und Probleme bei den Solarmodulen oder bei den Wechselrichtern schnell erkannt und behoben werden", verrät der Tettenwanger.

100 Prozent Unabhängigkeit – wie geht das?

Zu vier aktuellen Themen rund um die Solarenergie referiert beim Informationsabend Jürgen Schneider von der Deutschen Energieversorgung GmbH. Dazu zählen: „Sonnenstrom nutzen, wann immer Sie möchten!“ – „100 Prozent Unabhängigkeit mit der SENEC.Cloud 2.0“ – „Wärmepumpen- sowie Lichtstrom-Cloud“ sowie „Cleveres Energiepaket“. Die 24. PV-Stammtisch beginnt am Freitag, 13. Oktober um 19.30 im Landgasthof "Zum Gaulwirt "in Tettenwang. Dazu eingeladen sind neben den Mitgliedern des PV-Stammtisch alle interessierten, die bereits eine PV-Anlage auf dem Dach haben oder, diejenigen welche sich künftig Solarmodule und einen Batteriespeicher anschaffen wollen. Alle weiteren Info gibt's auf der Homepage www.pv-stammtisch.de

Mit Sonnenstrom autark werden

Volles Haus beim 23.PV-Stammtisch am 14.Oktober in Deising

Als Bernhard Hegenberger aus Tettenwang und Anton Schmailzl aus dem Riedenburger Ortsteil Prunn vor fünfzehn Jahren ihre erste Photovoltaikanlage bauten, trugen die Erneuerbaren Energien – kurz EE – nur minimal an der gesamten Stromerzeugung bei. Dies hat sich in den letzten eineinhalb Jahrzehnten gravierend positiv verändert: aktuell liegt der Anteil EE bei gut 30 Prozent an der Bruttostromerzeugung. Aufgrund der Begeisterung für die Sonnenstromerzeugung gründeten die beiden PV-Pioniere im Jahr 2001 den Photovoltaik-Stammtisch. Den einmaligen Service nehmen aktuell knapp 500 Mitglieder aus dem gesamten bayerischen Raum in Anspruch. Alljährlich laden die Sonnenstromfreunde zu einem öffentlichen Treffen ein, welches am vergangenen Freitagabend im vollbesetzen Gasthaus „Zum Himmelreich“ in Deising stattfand. Für ihre einzigartige Arbeit wurden Anton Schmailzl und Bernhard Hegenberger im Juni dieses Jahres mit dem „Bürgerenergiepreis Niederbayern 2016“ ausgezeichnet.

Die MZ-Kelheim berichtete in der Wochenendausgabe 5./6.November 2016 über den PV-Stammtisch und inbesondere über die "Nutzung von selbsterzeugten PV-Strom". Den Bericht findest Du in gleich hier!

2016 - MZ-Pressebericht 05.11.16.pdf
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Erneuerbare Energien sind zukunftsträchtig

Viele Nachahmer haben die beiden PV-Pioniere gefunden, denn mittlerweile haben rund 1,6 Millionen Bundesbürger mit ihrer „persönlichen Energiewende“ Ernst gemacht, und den Schritt für ein eigenes Sonnenkraftwerk auf dem Dach oder in der Freifläche umgesetzt. „Tausende Bürger haben sich informiert und ihre persönliche Energiewende gestartet, sei es mit einer Solarwärme- oder Solarstromanlage sowie einem Windrad oder einer Biomasseanlage“, freuen sich die beiden. All dies trug dazu bei, dass nun nach 15 Jahren EE mit rund einem Drittel an der Bruttostromerzeugung in Deutschland Anteil haben. „Die Tendenz ist weiter steigend, denn EE gibt sinnvollerweise im Verbund, das heißt mit Sonne, Wind, Wasser und Biomasse“, ergänzt Bernhard Hegenberger. Den größten Anteil an den glorreichen Vier ist die Windenergie, gefolgt von der Sonnenenergie. Kein Wunder, dass die meisten PV-Anlagen – gut ein Drittel – allein im schönen Bundesland Bayern installiert sind. Bayern ist mit der höchsten Sonneneinstrahlung schlechthin ein „Sonnenland“. Wen wundert’s, dass nahezu flächendeckend in allen Städten und insbesondere in den tausenden bayerischen Ortschaften Solarstromanlagen die Bevölkerung mit „sauberen Biostrom“ versorgen. Wie gut manche Ortschaften schon mit Sonnenenergie bestückt sind, zeigt der Blick ins Internet. Erstaunt reagierten die gut 90 Besucher im vollbesetzten Gasthaus „Zum Himmelreich“, als Georg Lidl von der Firma Terra-Dukt den Energieatlas-Bayern im Detail vorstellte. Mit Klick auf www.energieatlas.bayern.de zeigte der PV-Profi, wo in Bayern Tausende Photovoltaikanlagen installiert sind. Von der Bundesnetzagentur sind zu jedem Sonnenkraftwerk die Anlagedaten sowie die Sonnenerträge hinterlegt. Sichtbar erfreut und zum Teil überrascht zeigten sich die Stammtischbesucher über diese Echtdaten, über die sich jeder informieren kann. „Neben den 1,6 Millionen PV-Anlagen ergänzen mehrere Millionen Solarwärmeanlagen, welche zur Brauchwassererhitzung oder Heizungsunterstützung wertvolle Sonnenenergie nutzen“, schilderte Bernhard Hegenberger. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft hat sich die Zahl der „Solarbürger“, die Solarstrom- und Solarwärmeanlage in Deutschland nutzen in den letzten 15 Jahren mehr als verdreifacht und lag zum Jahresende 2015 bei über 9 Millionen Solarbürgern. Aktuell liegt der Anteil EE im Bundesland Bayern bei knapp 30 Prozent, im Regierungsbezirk Niederbayern bei 45 Prozent und im Landkreis Kelheim bei 40 Prozent. Auch wenn die bis ins Jahr 2020 geplant installierte Nennleistung von 40 GW schon erreicht ist, soll der Anteil EE bis ins Jahr 2030 auf 50 Prozent ausgebaut werden. Ein Grund, warum immer mehr Häuslebesitzer nicht mehr auf Sonnenstrom verzichten wollen, sind die ständig steigenden Stromkosten. Aufgrund der hohen Steuerbelastung sind die Strompreise in den letzten Jahren deutlich bis rund 30 Cent je Kilowattstunde angestiegen – Tendenz steigend. Diesem Trend wollen sich immer mehr Bundesbürger durch die Nutzung von selbsterzeugten Sonnenstrom autark machen.

Solarenergie lohnt sich nach wie vor sehr gut

Auch wenn sich das Ausmaß der installierten Kilowattpeak (Leistung der PV-Anlage) in den letzten zwei Jahren deutlich verlangsamt hat, zeigt der Trend hin zur Nutzung der Sonnenenergie weiter nach oben. „Seit einigen Jahren stehen der Eigenverbrauch des sauberen Sonnenstroms bis hin zur Solarstromspeicherung in Spitzenzeiten und Verbrauch in sonnenarmen Zeit im Mittelpunkt“, bestätigt der 54jährige Tettenwanger, der selbst alle Möglichkeiten in der Sonnenstromgewinnung, Eigenverbrauch und Speicherung nutzt. Da fällt es einem leicht und macht sogar große Freude die hauseigenen Elektrogeräte mit dem „eigenen Sonnenstrom“ zu betreiben. Folge ist natürlich, dass seit Jahren der Trend weg von fossilen Energiequellen geht – wie zum Beispiel Erdöl – und dafür alle möglichen Geräte mit Strom betrieben werden. Ob Elektroherd, Waschmaschine oder Trockner bis hin zum E-Bike – alles wir mit selbsterzeugten Strom versorgt. Nur noch eine Frage der Zeit ist für viele PV-Besitzer die Anschaffung eines Elektroautos. In der vielfach diskutierten Reichweite der E-Cars von rund 150 Kilometer sieht der Bankkaufmann überhaupt kein Problem, denn der Durchschnittsbürger fährt etwa 25 Kilometer täglich. Zudem werden landauf und landab Schnellladestation installiert, an denen die Elektroautobesitzer zum überwiegenden Teil kostenlos die Batterien während des Einkaufs aufladen können. Für die beiden Solarpioniere stehen die Zeichen klar in Aufbruchsstimmung, denn wenn 2020 die Einspeiseverträge der ersten PV-Anlagen enden, steht Unmengen von Sonnenstrom zur Verfügung, der auf jeder Art verbraucht werden kann.

Sonnenstrom aus der Region für die Region

In seinem Fachvortrag stellte Georg Lidl von der niederbayrischen Firma www.terra-dukt.de aus Untermantelkirchen bei Kirchdorf den Sinn und Nutzen der Sonnenenergie unter Beweis. Einfach und verständlich zeigte der Landwirt und Unternehmer auf, dass sich gerade jetzt im Jahr 2016 noch eine Photovoltaikanlage bestens lohne. Lidl berichtete von der modernsten Modultechnologie und Wechselrichtern, die mittlerweile auf jeder Dachfläche höchste Sonnenerträge erwirtschaften. „Dank dieser neuen Technik ist es möglich, dass unterschiedliche Dachneigungen und -ausrichtungen sowie auch teilweise während des Tages von Kaminen oder Bäumen verschattete Module, höchste Sonnenerträge erwirtschaften“, so der Kirchdorfer in seinen sehr überzeugenden Ausführungen. Wie aussagekräftig, hilfreich und notwendig es ist, das Wirken der PV-Anlage mittels PC oder Smartphone laufend zu überprüfen, zeigte er anhand einer Präsentation. So können automatisch eventuelle Probleme im Sonnenkraftwerk schnell erkannt und ein Anlagenleistungsabfall schnell behoben werden. Je nach Wunsch erhält der Anlagenbetreiber eine Fehlerbenachrichtigung per E-Mail oder SMS. Lidl verdeutlichte aber auch, dass bei sauberer Planung und Installation PV-Anlagen grundsätzlich sehr wartungsarm sind. Kein Wunder, dass viele Hersteller eine langjährige Leistungsgarantie auf Module und Wechselrichter geben.  „Mit Eigenverbrauch unabhängig und autark werden“ – so hieß es auf der Einladung des PV-Stammtisch. Dass dies heutzutage absolut lohnenswert und sinnvoll ist, stellten Georg Lidl und Wolfgang Steibel deutlich unter Beweis.

Speichertechnologien gehört die Zukunft

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Stromspeichern für den privaten Gebrauch deutlich gestiegen. Dies bewiesen auch die Antragszahlen für das Speicherförderprogramm der KfW Bank, welches kürzlich aufgrund des verbrauchten Kontingents von rund 25000 Anträgen ausgelaufen ist. Hauptgründe für diesen Trend sind der Wunsch nach niedrigeren Stromrechnungen und Unabhängigkeit sowie deutlich sinkende Preise. Deshalb ist es für Betreiber privater PV Anlagen inzwischen deutlich günstiger, den Solarstrom selber zu verbrauchen, als ihn in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen und dafür rund 12 Cent je Kilowattstunde an Einspeisevergütung zu erhalten. Da der Strompreis in Deutschland mittlerweile bei rund 30 Cent je kWh liege und damit den Spitzenpreis in Europa anführe, steige die Nachfrage nach Speichermöglichkeiten kontinuierlich an. Nahezu für alle Verwendungsmöglichkeiten kann der selbst erzeugte Sonnenstrom genutzt werden. Allein bei der Nutzung einer PV-Anlage liege die Eigenverbrauchsquote bei 30 Prozent. „Mit der Installation eines auf den Haushaltsverbrauch abgestimmten Solarspeicher könnte der Autarkiegrad auf bis zu 80 Prozent gesteigert werden“, so Lidl. Ob für den Haushalt bei Waschmaschine, Trockner und Elektroherd, ob für das E-Bike oder E-Auto – mit Sonnenstrom aus der Region gelingt die Energiewende bei immer mehr Bundesbürgern. Und für dieses Bewusstsein und deren Umsetzung setzen sich die beiden Leiter des PV-Stammtisch mit ihren 500 Mitgliedern leidenschaftlich ein, getreu dem Motto „Tanke Sonnenenergie fürs Leben“.

 

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